Parzival – Handschriftentag

Parzival – Handschriftentag


16. Juli 2026

Bilder-Vortrag: Dr. Miriam Strieder
Musik: Spielleut' Ranunculus

Der Protagonist dieses Abends, Parzival, ist auf der Suche: Wolfram von Eschenbach erzählt seine Geschichte. Sie beginnt damit, das er als naiver Junge in der Wildnis aufwächst, dann zum Artushof kommt, durch die Begegnung mit der Gralshüterin Cundrie zum Gralkönig berufen wird, dabei die zentrale Frage nach dem Leiden des Gralskönigs vergisst, aber durch die Liebe zu seiner Frau Condwiramurs und seinen Halbbruder Feirefiz letztlich Erlösung findet – ein Epos über Ritterlichkeit, das spirituelle Suche und die Entwicklung vom Unwissenden zum Gralskönig. 

Der in ca. 84 Handschriften und Fragmenten erhaltene Versroman Parzival zeigt die Beliebtheit dieses 25000 Verse umfassenden mittelalterlichen Werkes, das die auf altfranzösiches Quellen basierende Geschichte Parzivals enthält. Es zählt zu den am besten erhaltenen mittelhochdeutschen Dichtungen. Allein die heute bekannten Zahlen der mittelalterlichen Parzival-Überlieferung sprechen für sich: Man kennt 16 (annähernd) vollständig erhaltene Handschriften, 68 Fragmente sowie einen Druck vom Jahr 1477. Das Werk hat eine Verbreitung gefunden, die im deutschen Sprachraum bis zum Beginn der Buchdruckzeit einzigartig ist. Es scheint alles dafür zu sprechen, dass der von den folgenden Generationen viel gerühmte Wolfram auch auf Grund seiner Autorschaft an diesem Stück Literatur zu den großen Meistern gezählt wurde.

Den musikalischen Part übernehmen die Spielleut´ Ranunculus vom Rheine, die mit den zeitgenössischen Weisen und Gesängen aus der Wandlung von Parzival vom Waldkind zum Gralskönig mit ihren mittelalterlichen Musikinstrumenten ein begeisterndes Herbstkonzert gestalten werden.

Der Eintritt ist wie immer frei – um Spenden wird gebeten.
Anmeldungen gern per Mail bitte an gaby.fischer@obernhofer-vollmondnacht.de oder telefonisch unter 0170 2751868.

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